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Prompts reichen nicht - System statt Sammlung

Alle zeigen dir ChatGPT-Prompts. Ich zeige dir mein System

October 20, 2026•14 min read

KI Visionär Podcast · Cornelia Fischer

Ein guter ChatGPT-Prompt kann eine einzelne Aufgabe lösen. Ein verlässliches ChatGPT-Assistenzsystem entsteht erst durch einen klaren Business-Rahmen, feste Standards und wiederholbare Abläufe.

In dieser Episode erfährst du, warum eine wachsende Prompt-Sammlung noch kein System ergibt. Du erkennst den Unterschied zwischen einzelnen ChatGPT-Eingaben und einer klar geführten Business-Assistenz.

Die Episode richtet sich an B2B-Solo-Unternehmerinnen, die ChatGPT bereits für Content, Angebote, E-Mails oder andere Business-Aufgaben nutzen. Du willst nicht bei jedem Auftrag neu beginnen. Du willst Ergebnisse besser einordnen und nach festen Kriterien prüfen.

Ein ChatGPT-Assistenzsystem verbindet Aufgaben und Business-Kontext. Dazu kommen Sprache, Standards, Qualitätskriterien und wiederholbare Abläufe.

In dieser Episode

Du erkennst:
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Warum Copy-Paste-Prompts kurzfristig hilfreich sind
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Warum bessere Prompts keine Arbeitslogik ersetzen
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Was ein ChatGPT-Assistenzsystem von einer Prompt-Sammlung unterscheidet
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Welche Rolle Business-Kontext und klare Zuständigkeiten spielen
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Wie du Standards für wiederkehrende Aufgaben entwickelst
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Wie du ChatGPT führst und deinen Qualitätsanspruch behältst


Episode 2 zum Nachlesen

Warum ChatGPT-Prompts dein Strukturproblem nicht lösen

Hast du auf deinen Computer einen Ordner mit gespeicherten ChatGPT-Prompts?

Vielleicht liegen dort Prompts für LinkedIn-Post, Newsletter, Verkaufstexte, Angebote und E-Mails.

Du öffnest den Ordner, suchst eine passende Vorlage und kopierst sie in ChatGPT.

Wenig später steht ein fertiger Text vor dir.

Auf den ersten Blick sieht das gut aus.

Der Text ist gegliedert.

Die Sätze klingen flüssig.

Vielleicht gibt es sogar einen Einstieg und einen Call-to-Action.

Dann liest du genauer.

Der Text spricht deine Kundin nicht richtig an.

Die Botschaft bleibt zu allgemein.

Dein Angebot spielt kaum eine Rolle.

Die Sprache klingt professionell, aber nicht nach dir.

Und der Call-to-Action ist entweder zu schwach oder deutlich zu werblich.

Du beginnst zu korrigieren.

Du erklärst ein Zielgruppe.

Du ergänzt den Kontext.

Du veränderst den Schwerpunkt.

Du schärfst die Sprache.

Du streichst allgemeine Aussagen.

Und du passt den Text an dein Angebot an.

ChatGPT hat den Text schnell gestartet.

Die eigentliche Führung liegt jedoch weiterhin vollständig bei dir.

Überall bekommst du ChatGPT -Prompts für Content.

Für Verkauf.

Für E-Mails.

Für Social-Media.

Für Angebotsentwicklung.

Für fast jede Aufgabe in deinem Business.

Und trotzdem entsteht aus diesen Prompts nicht automatisch eine Arbeitsweise, auf die du dich verlassen kannst.

Das liegt nicht daran, dass die Prompts grundsätzlich schlecht sind.

Das Problem entsteht, wenn eine einzelne Aufgabe etwas leisten soll, wofür dein Business einen klaren Rahmen braucht.

Ich bin Cornelia von "KI Visionär" und ich arbeite seit 2023 mit ChatGPT in meinem gesamten Business.

Ich zeige Solo-Unternehmerinnen, wie aus einzelnen ChatGPT-Anfragen eine klar geführte Assistenz für ihr Business wird.

Nicht als Spielerei.

Nicht als lose Sammlung von Vorlagen.

Sondern als Unterstützung für echte Business-Aufgaben, bei denen Sprache, Strategie und Qualität zusammenpassen müssen.

Diese Folge richtet sich an dich, wenn du als B2B-Solo-Unternehmerin im Homeoffice arbeitest, ein eigenes Expertenangebot führst und ChatGPT bereits für deine Produkte und Dienstleistungen nutzt.

Du suchst nicht einfach den nächst cleveren Prompt.

Du willst eine Arbeitsweise, die deine Entscheidungen, deine Sprache und deinen Qualitätsanspruch berücksichtigt.

Genau hier liegt der entscheidende Unterschied.

Ein guter Prompt löst eine Aufgabe, aber kein Systemproblem

Ein Prompt ist eine einzelne Eingabe an ChatGPT.

Du formulierst die Aufgabe.

Du gibst einige Informationen.

ChatGPT liefert eine Antwort.

Für viele einfache Aufgaben reicht das aus.

Du willst mehrere Überschriften entwickeln.

Du willst einen Gedanken sortieren.

Du willst einen Rohtext sprachlich glätten.

Du willst erste Ideen für ein Thema sammeln.

In diesen Situationen kann ein guter Prompt sehr nützlich sein.

Das Problem liegt nicht beim Prompt.

Das Problem liegt dort, wo der Prompt das gesamte System ersetzen soll.

Ein Prompt sagt: "Bearbeite diese Aufgabe."

Ein System sagt: "So arbeiten wir in meinem Business grundsätzlich."

Ein Prompt löst einzelne Momente.

Ein System macht die Zusammenarbeit wiederholbar.

Ein Prompt beschreibt, was ChatGPT jetzt tun soll.

Ein System legt fest, wie ChatGPT in deinem Business mitarbeiten soll.

Stell dir eine Prompt-Sammlung wie ein Werkzeugkasten vor.

Darin liegen gute Werkzeuge:

  • Ein Hammer.

  • Ein Schraubenzieher.

  • Eine Zange.

  • Vielleicht sogar ein sehr hochwertiger Akkuschrauber.

Aber ein voller Werkzeugkasten beantwortet noch nicht diese Fragen:

  • Was willst du bauen?

  • Welche Maße gelten?

  • Welches Material nutzt du?

  • In welcher Reihenfolge arbeitest du?

  • Woran erkennst du, dass das Ergebnis stabil ist?

Die Werkzeuge können gut sein.

Ohne Bauplan, Arbeitsweise und Qualitätsmaßstab entsteht trotzdem kein verlässliches Ergebnis.

Genauso ist es mit ChatGPT.

Ein guter Prompt kann dir eine gute Antwort liefern.

Erkennt jedoch nicht automatisch deine Positionierung, deine Kunden, dein Angebot, deine Sprache, deine Prioritäten, deine fachlichen Grenzen oder deinen Qualitätsanspruch.

Wenn diese Vorgaben fehlen, muss ChatGPT die Lücken selbst füllen.

Es greift dann auf naheliegende und allgemeine Muster zurück.

Das Ergebnis kann gut klingen.

Es ist deshalb noch lange nicht passend.

Ein guter ChatGPT-Prompt kann eine einzelne Aufgabe lösen.

Ein verlässliches ChatGPT-Assistenzsystem entsteht erst durch einen klaren Business-Rahmen, feste Standards und wiederholbare Abläufe.

Ich zeige dir diesen Unterschied jetzt anhand von zwei Perspektiven.

Perspektive 1: Eine Prompt-Sammlung beginnt immer bei der einzelnen Aufgabe

Copy-Paste-Prompts wirken attraktiv, weil sie sofort greifbar sind.

Du siehst eine fertige Vorlage.

Du kopierst sie.

Du setzt dein Thema ein.

Wenige Sekunden später entsteht eine Antwort.

Das fühlt sich nach Fortschritt an.

Gerade in einen vollen Business-Alltag ist diese schnelle Wirkung verlockend.

Du musst die Aufgabe nicht lange vorbereiten.

Du musst noch keine Standards festlegen.

Du kannst direkt starten.

Diese kurzfristige Entlastung ist real.

Sie ist jedoch nicht dasselbe wie eine verlässliche Arbeitsweise.

Nehmen wir an, du willst einen LinkedIn-Post über dein Angebot erstellen.

Du kopierst einen Prompt, in dem steht: "Schreibe mir eine überzeugenden LinkedIn-Post über mein Angebot."

Die Aufgabe wirkt klar.

Tatsächlich bleiben viele Entscheidungen offen.

Für welche Kundin schreibst du?

Welche Situation soll sie wieder erkennen?

Welche Botschaft soll hängen bleiben?

Welche Rolle spielt dein Angebot im Text?

Soll der Beitrag aufklären, verbinden oder verkaufen?

Wie direkt darf die Einladung sein?

Welche Sprache passt zu deiner Marke?

Wann ist der Text für dich wirklich gut genug?

Wenn diese Entscheidungen nicht feststehen, beginnt ChatGPT zu raten.

Es ergänzt eine allgemeine Zielgruppe.

Es verwendet typische Verkaufsaussagen.

Es wählt eine naheliegende Struktur.

Es erzeugt ein Call-to-Action, der statistisch plausibel wirkt.

Die Antwort kann sauber aufgebaut sein.

Trotzdem passt sie nicht automatisch in dein Business.

Dann beginnt die bekannte Schleife.

Du korrigierst den Text.

Du ergänzt neue Informationen.

Du probierst eine andere Formulierung.

Du suchst einen ausführlicheren Prompt.

Und du speicherst eine weitere Vorlage.

So wächst deine Prompt-Sammlung.

Deine Arbeitsweise wird dadurch nicht automatisch klarer.

Als Solo-Unternehmerin führst du mehrere Business-Bereiche selbst.

Du entwickelst Angebote.

Du kommunizierst mit Kundinnen.

Du erstellst Content.

Du triffst strategische Entscheidungen.

Du sicherst Qualität deiner Arbeit.

Dir fehlt deshalb nicht noch mehr Material.

Du brauchst ein Rahmen, der relevantes Material in ein brauchbares Ergebnis führt.

Wenn ChatGPT mehr produziert, du nachher aber mehr sortieren und korrigieren musst, ist noch keine echte Entlastung entstanden.

Dann liefert ChatGPT Output.

Die Arbeitslogik bleibt bei dir im Kopf.

Kommen wir zur zweiten Perspektive.

Perspektive 2: Ein ChatGPT-Assistenzsystem beginnt bei deinem Business-Rahmen

Ein ChatGPT-Assistenzsystem beginnt bei deinem Businessrahmen.

Ein ChatGPT-Assistenzsystem startet nicht mit der Frage: "Welchen Prompt verwende ich heute?"

Es startet mit der Frage: "Was muss die Zusammenarbeit mit ChatGPT in meinem Business grundsätzlich gelten?"

Das verändert den Ausgangspunkt komplett.

Stell dir wieder den Werkzeugkasten vor.

Diesmal liegt der Werkzeugkasten nicht in einen leeren Raum.

Er steht in einer eingerichteten Werkstatt.

Der Bauplan liegt bereit.

Die Materialien sind ausgewählt.

Die Maße sind festgelegt.

Die Arbeitsschritte sind geordnet.

Die Qualitätsprüfung ist definiert.

Jetzt erfüllen die Werkzeuge eine klare Aufgabe innerhalb eines größeren Zusammenhangs.

Genau, das leistet ein Business-Rahmen für ChatGPT.

Du legst fest:

  • Wofür ChatGPT zuständig ist.

  • Welche Aufgaben es unterstützen soll.

  • Welche Informationen es dafür braucht.

  • Welche Sprache zu deinem Business passt.

  • Welche Qualitätskriterien gelten.

  • Welche Entscheidungen bei dir bleiben.

  • Wo fachliche oder datenschutzbezogene Grenzen liegen.

Ein Assistenzsystem ist deshalb kein Ordner voller Vorlagen.

Es ist eine geführte Zusammenarbeit.

Dabei erfüllen vier Bereiche eine zentrale Funktion.

Klarheit: Du erkennst, was für die Aufgabe wirklich wichtig ist. Du trennst Hauptsache von Nebensache und formulierst einen klaren Auftrag.

Entscheidung: Du legst fest, was gilt. Dazu gehören Zielgruppe, Sprache, Qualitätsstufe, Grenze und Prioritäten.

Richtung: Du führst die Aufgabe auf ein konkretes Ziel hin. Nicht jede Idee gehört in den Text. Nicht jede mögliche Antwort ist für dein Business relevant.

Niveau: Du prüfst, ob das Ergebnis deinem Anspruch entspricht. Dabei geht es nicht nur um schöne Formulierungen. Es geht auch um Struktur, Strategie, fachliche Stimmigkeit und Wirkung.

Das ist der Unterschied zwischen ChatGPT benutzen und ChatGPT führen.

Du übergibst ChatGPT nicht die Verantwortung für dein Business.

Du gibst der Zusammenarbeit einen Rahmen, in dem ChatGPT sinnvoll unterstützen kann.

Dadurch wird ChatGPT nicht magisch perfekt.

Die Ergebnisse werden jedoch besser einordenbar, leichter führbar und häufiger wiederverwendbar.

Doch wie kommst du von einer Prompt-Sammlung zu einer verlässlichen Arbeitsweise?

Dafür brauchst du drei Schritte.

Schritt 1: Wähle eine wiederkehrende Businessaufgabe mit einem klaren Ziel

Der erste Schritt beginnt nicht beim nächsten Prompt.

Er beginnt bei einer Aufgabe, die in deinem Business regelmäßig vorkommt.

Zum Beispiel:

  • Du entwickelst jede Woche einen LinkedIn-Post.

  • Du bereitest regelmäßig Newsletter vor.

  • Du schärfst deine Angebotsbeschreibung.

  • Du strukturierst neue Content-Ideen.

  • Du entwickelst E-Mailvorlagen -Entwürfe.

  • Und du prüfst Texte vor der Veröffentlichung.

Wähle zunächst einen Bereich.

Nicht dein ganzes Business.

Nicht alle Content-Formate gleichzeitig.

Eine konkrete wiederkehrende Aufgabe.

Dann bestimmst du das Ziel dieser Aufgabe.

Bei einen LinkedIn-Post könnte das Ziel lauten: "Die Leserin erkennt eine konkrete Business-Situation, versteht den zentralen Zusammenhang und kann einordnen, weshalb mein Angebot für sie relevant ist."

Das ist klarer als: "Schreib mir einen interessanten Post."

Bei einer Angebots-Mail könnte das Ziel lauten: "Die Empfängerin versteht, für wen das das Angebot gedacht ist, welchen konkreten Nutzen es bietet und welcher der nächste vorgesehene Schritt ist."

Auch das ist klarer als: "Schreib mir eine überzeugende Verkaufs-E-Mail."

Die entscheidende Frage lautet: Was soll nach dieser Aufgabe konkret vorliegen?

Direkt danach folgt die zweite Frage: Woran erkennst du, dass dieses Ergebnis brauchbar ist?

Dadurch entsteht ein klarer Zielpunkt.

ChatGPT muss nicht mehr erraten, was 'gut', 'interessant' oder 'überzeugend' für dein Business bedeutet.

Du gibst der Aufgabe eine erkennbare Funktion.

So entsteht aus einer offenen Anfrage ein klar geführter Arbeitsauftrag.

Wenn du diese Aufgabe und ihr Ziel festgelegt hast, folgt der zweite Schritt.

Schritt 2: Gib ChatGPT eine feste Rolle und den nötigen Business-Kontext

Gib ChatGPT eine feste Rolle und den nötigen Business-Kontext.

Eine Rolle ist mehr als ein der Satz: "Du bist ein erfahrener Marketing-Experte."

Diese Formulierung klingt korrekt.

Sie sagt ChatGPT jedoch kaum, welche Funktion es in deinem Business tatsächlich übernehmen soll.

Eine brauchbare Rolle beschreibt: Welche Aufgabe ChatGPT unterstützt, welche Informationen es dabei berücksichtigt, welches Ergebnis entstehen soll und welche Verantwortung bei dir bleibt.

Bei einen LinkedIn-Post könnte die Rolle so aussehen: ChatGPT unterstützt dich dabei, einen vorhandenen fachlichen Gedanken zu ordnen, auf eine klare Botschaft zu verdichten und als verständlichen LinkedIn-Entwurf auszuarbeiten.

Damit ist die Zuständigkeit klar.

ChatGPT entwickelt nicht eigenmächtig deine Positionierung.

Es erfindet keine Angebotsmerkmale.

Es entscheidet nicht, welche strategische Botschaft für dein Business gelten soll.

Es unterstützt dich innerhalb der Entscheidungen, die du bereits getroffen hast.

Damit diese Rolle sinnvoll arbeiten kann, braucht ChatGPT den passenden Kontext.

Dazu gehören je nach Aufgabe: deine Zielgruppe, dein Angebot, das Ziel des Textes, die gewünschte Wirkung, das Format, relevante fachliche Aussagen, deine Sprachrichtung und dein Qualitätsanspruch.

Je klarer dieser Kontext ist, desto weniger muss ChatGPT raten.

Das bedeutet nicht, dass du vor jeder Aufgabe einen langen Roman schreiben musst.

Es bedeutet, dass die richtigen Informationen dort verfügbar sind, wo ChatGPT sie braucht.

Die Verantwortung bleibt klar verteilt.

ChatGPT kann:

  • Gedanken ordnen,

  • Rohfassungen entwickeln,

  • Varianten formulieren,

  • Zusammenhänge sichtbar machen,

  • Texte strukturieren

  • und Ergebnisse anhand vorgegebener Kriterien prüfen.

Du entscheidest: 

  • Was fachlich richtig ist und was gilt.

  • Welche Positionierung du vertrittst.

  • Welche Botschaft veröffentlicht wird.

  • Welche Angaben stimmen und wann ein Ergebnis freigegeben ist.

Diese Rollenverteilung macht die Zusammenarbeit nicht komplizierter.

Diese Rollenverteilung macht die Zusammenarbeit klarer.

Damit diese Rolle nicht nur bei einer einzigen Aufgabe funktioniert, braucht es noch den dritten Schritt.

Schritt 3: Lege Standards, Qualitätskriterien und einen wiederholbaren Ablauf fest

Ein Standard ist eine Vorgabe, die wiederholt gilt.

Du musst sie nicht bei jeder Aufgabe neu erfinden.

Für eine Sprache kann ein Standard zum Beispiel lauten: "Die Texte formulieren aktiv, klar und ruhig. Sie sprechen die kompetente Unternehmerin an. Sie zeigen den konkreten Business-Nutzen. Sie verzichten auf künstlichen Druck und allgemeinen Werbephrasen."

Für deine Zielgruppe kann ein Standard lauten: "Der Text   richtet sich an B2B-Solo-Unternehmerin mit einem eigenen Expertenangebot, die Verantwortung für mehrere Business-Bereiche übernehmen und ChatGPT bereits nutzen."

Für die Qualität kann ein Standard lauten: "Ein Ergebnis ist erst brauchbar, wenn die zentrale Botschaft klar ist, die Zielgruppe sich wiederkennt, das Angebot korrekt eingeordnet wird und der nächste Schritt verständlich ist."

Standards geben ChatGPT Orientierung.

Standards machen die Zusammenarbeit nicht starr.

Standards verhindern, dass grundlegende Entscheidungen bei jeder Aufgabe wieder offen sind.

Zusätzlich brauchst du einen wiederholbaren Ablauf.

Ein einfacher Ablauf kann so aussehen:

  • Zuerst legst du die Aufgabe unters Ziel fest.

  • Dann stellst du den nötigen Kontext bereit.

  • ChatGPT entwickelt eine erste Fassung.

  • Anschließend prüfst du das Ergebnis anhand deiner Kriterien.

  • Danach schärfst du die relevanten Stellen.

  • Erst dann gibst du das Ergebnis für die weitere Nutzung frei.

Dieser Ablauf verbindet Geschwindigkeit und Qualität.

ChatGPT übernimmt vorbereitende Arbeit.

Du behältst die strategische und fachliche Führung.

Auch der Umgang mit Kundenmaterial gehört zu deinen Standard.

Du nutzt nur die Informationen, die für die Aufgaben erforderlich sind.

Du anonymisierst bezogene Inhalte.

Du teilst keine Zugangsdaten.

Du prüfst sensible oder fachlich verbindliche Aussagen vor der Verarbeitung.

So entsteht eine Arbeitsweise, die nicht nur schneller, sondern auch kontrollierbarer wird.

Der Prompt bleibt dabei wichtig.

Er bekommt jedoch eine andere Rolle.

Er ist nicht länger der Versuch, dein gesamtes Business in einer einzigen Eingabe zu erklären.

Er wird zu einen Arbeitsbaustein innerhalb eines klar geführten Systems.

Damit kommen wir zurück zum Ordner mit den deinen gespeicherten Prompts.

Aus deiner Prompt-Sammlung wird erst durch klare Führung ein Assistenzsystem

Am Anfang dieser Folge hast du deinen Ordner mit gespeicherten ChatGPT-Prompts geöffnet.

Du hast eine Vorlage kopiert.

ChatGPT hat einen Text erstellt.

Danach hast du die Zielgruppe Sprache, Botschaft und Qualität selbst korrigiert.

Der Ordner war nicht nutzlos.

Ihm fehlte nur der Rahmen.

Jetzt steht dieser Ordner nicht mehr alleine auf dem Schreibtisch.

Er gehört zu einer eingerichteten Arbeitsweise.

Du hast eine wiederkehrende Aufgabe gewählt.

Du hast das gewünschte Ergebnis erklärt.

Du hast ChatGPT eine konkrete Rolle gegeben.

Du hast den nötigen Business-Kontext bereitgestellt.

Du hast Standards und Qualitätskriterien definiert.

Und du hast einen Ablauf festgelegt, den du wiederholen kannst.

Deine Prompts bleiben Werkzeuge.

Sie sind jedoch nicht länger das System.

Sie gehören jetzt zu einer klar geführten Arbeitsweise.

Der wichtigste Perspektivenwechsel dieser Folge lautet nicht: "Ich brauche noch mehr Prompts."

Sondern: "Ich brauche eine klare Arbeitsweise."

Nicht: "Ich sammle noch mehr Vorlagen."

Sondern: "Ich lege fest, wie ChatGPT in meinem Business mitarbeiten soll."

Nicht: "Ich hoffe, dass die nächste Antwort besser wird."

Sondern: "Ich führe die Aufgabe so, dass ein passendes Ergebnis wahrscheinlicher wird."

Ein ChatGPT-Prompt löst einzelne Aufgabe, während ein ChatGPT-Assistenzsystem Aufgaben, Business-Kontext, Standards, Qualitätskriterien und wiederholbare Abläufe miteinander verbindet.

Das Ziel ist deshalb nicht, möglichst viel zu prompten.

Das Ziel ist eine bessere Zusammenarbeit mit ChatGPT.

Eine Zusammenarbeit, in der du schneller erkennst, was passt.

Eine Zusammenarbeit in der das Ergebnis leichter prüfbar macht.

Eine Zusammenarbeit, in der du nicht bei jeder Aufgabe wieder bei null beginnst.

Und eine Zusammenarbeit, die deinen Qualitätsanspruch unterstützt, statt ihn durch beliebigen Output zu ersetzen.

Prüfe deshalb eine Aufgabe, für die ChatGPT regelmäßig nutzt.

Frage dich:

  • Was soll bei dieser Aufgabe konkret entstehen?

  • Welche Rolle soll ChatGPT dabei übernehmen?

  • Welche Informationen braucht es?

  • Welche Standards gelten jedes Mal?

  • Und woran erkenne ich, dass das Ergebnis für mein Business wirklich brauchbar ist?

Diese Fragen bringen dich weiter als die Suche nach den nächsten universellen Prompt.

Wenn du als Solo-Unternehmerin ChatGPT bereits nutzt, ist jetzt der nächste Schritt möglich: Aus einzelnen Anfragen kann eine klar geführte Assistenz für dein Business werden. In meiner kostenlosen zweitägigen Impulsreihe "Das Kern Assistenz System" erhältst du klare Einblicke in meine Arbeitsweise.

Du erkennst, welche Rolle ChatGPT sinnvoll übernehmen kann.

Du findest heraus, welche Standards zuerst wichtig sind und wie ein erster klarer Rahmen für deine eigene ChatGPT-Assistenz aussehen kann.

Der nächste Schritt ist nicht der nächste Prompt.

Der nächste Schritt ist dein System.


Fragen und Antworten:

Was ist der Unterschied zwischen einem Prompt und einem ChatGPT-Assistenzsystem?
Ein Prompt ist eine einzelne Eingabe für eine konkrete Aufgabe. Ein ChatGPT-Assistenzsystem verbindet Aufgaben, Business-Kontext, Standards und Qualitätskriterien zu einer wiederholbaren Arbeitsweise.

Warum klingen ChatGPT-Texte oft allgemein?
ChatGPT ergänzt fehlende Informationen mit naheliegenden Mustern. Ohne klaren Business-Kontext entstehen deshalb Texte, die gut klingen und trotzdem nicht genau zu deinem Business passen.

Was gehört zu einem klaren Business-Rahmen für ChatGPT?
Dazu gehören eine klar definierte Aufgabe und eine feste Rolle für ChatGPT. Zusätzlich braucht die KI relevante Informationen zu Zielgruppe, Angebot, Sprache, Ziel und Qualitätsanspruch.

Wie beginne ich mit einem ChatGPT-Assistenzsystem?
Wähle zuerst eine wiederkehrende Business-Aufgabe. Lege danach das gewünschte Ergebnis und die Rolle von ChatGPT fest. Definiere anschließend die wichtigsten Standards und Prüfkriterien.


Dein Gedanke zur Episode:

Was hat sich bei deiner Arbeit mit ChatGPT verändert, seit du nicht mehr nur nach dem nächsten Prompt suchst?
Mich interessiert besonders, welcher Gedanke aus der Episode bei dir hängen geblieben ist.

Teile deinen Gedanken direkt in den Kommentaren zu Episode 2 auf YouTube. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

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Weiterführende Episoden:

Cornelia Fischer

Cornelia Fischer

Seit August 2023 arbeitet sie in ihrem eigenen Solo-Business mit ChatGPT. Mit KI Visionär zeigt sie Solo-Unternehmerinnen, wie sie KI gezielt einsetzen und ChatGPT mit klaren Vorgaben als persönliche Business-Assistenz führen. Ihr Fokus liegt auf Struktur, verlässlichen Ergebnissen und wiederholbaren Abläufen.

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